Von Grund auf heil

Funktionstherapie

„Da habe ich lange darauf herumgekaut“. Nicht selten besitzen Redensarten eine tiefere Bedeutung. Auch diese. Denn psychische Probleme, wie emotionale Anspannung oder Stress, sowie auch physische Probleme, wie eine veränderte Körperstatik oder Zahnfehlstellungen wirken sich auf das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer aus. Erkennbar ist dies dann häufig an Beschwerden beim Kauen, muskulären Verspannungen im Kopf- und Halsbereich, schmerzhaften Knacken des Kiefergelenks, Tinnitus, Migräne oder durch Zähneknirschen. Beschwerden dieser Art im Kopf-Hals-Bereich werden als cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet.

System „richtiger Biss“

Wenn die Bewegungen von Ober- und Unterkiefer nicht zueinander passen, kommt es zu einem sogenannten „falschen Biss“. Schon kleine Veränderungen am Kauapparat können bereits zu ernsthaften Fehlfunktionen mit Hartsubstanzverluste an den eigenen Zähnen! und damit zu einer falschen Belastung führen. Diese Fehlbelastungen bedeuten wiederum eine unnatürlich hohe Beanspruchung und Verspannung der betroffenen Muskulatur. Bleibt die Fehlbelastung dauerhaft unbehandelt, kann es über neuromuskuläre Mechanismen zur Fehlkoordination der Muskelaktivität kommen und damit auch Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates auslösen.

Gutes Teamwork für langfristigen Erfolg

Die Diagnostik und Therapie der cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD) stützen sich auf eine individuell ausgelegte Funktionsdiagnostik des Kopf-Hals-Bereiches (orofaziales System) zur Ausschaltung verschiedenster Schmerzen, die im Zusammenhang mit Fehlfunktionen des Muskel- oder Gelenkapparates als multifaktorielles Geschehen stehen. Da Zähne, Wirbelsäule, Becken und Beine ein funktionsgesteuertes System bilden, erfordert die Therapie oft eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Osteopathen und Orthopäden.

Endlich beschwerdefrei

Häufig haben Patienten eine lange Odyssee hinter sich gebracht, bevor deutlich wird, was die Ursache der Probleme ist. Liegen Anzeichen für eine cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD) vor, sollte zunächst der Biss kontrolliert werden. Sind Anzeichen von stressbedingtem Zähneknirschen (Bruxismus) zu erkennen, sollte eine Schienen-Therapie eingeleitet werden.

Übrigens: Annähernd 25 Prozent der Bevölkerung leiden unter behandlungsbedürftigen Symptomen durch eine cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD). Häufig wird der Zusammenhang zwischen einer CMD und dem Bewegungsapparat nicht wahrgenommen.

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